Hilfsmittel für Blinde: Die sehende Perspektive in den Medien

Hilfsmittel und Apps für blinde Menschen gibt es mittlerweile viele. Die Berichterstattung über sie fällt jedoch häufig unkritisch und überschwänglich aus. Bei Leidmedien.de habe ich mich an einer Einordnung versucht. Hier geht es zu meinem Artikel „Gadgets lassen Blinde nicht wieder sehen“.

Zu Gast bei 90,3: Inklusion in Hamburg

Wie weit sind wir eigentlich mit Inklusion und Barrierefreiheit in Hamburg und Deutschland? Wie oft begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung im Alltag? Welche Chancen haben behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt? Und was ist von Bundesteilhabegesetz zu halten? Diesen Fragen widmete sich NDR 90,3 am 14. November 2017 in der Sendung „Treffpunkt Hamburg“. Gäste der Sendung waren – neben meiner Wenigkeit – Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) und Stephanie Wuensch von der Stiftung Freundeskreis Ochsenzoll. Die von Jörn Straehler-Pohl moderierte Sendung kann aktuell auf ndr.de nachgehört werden.

Rückmeldungen zur Sendung sind hier in den Kommentaren oder per E-Mail herzlich willkommen!

Deutscher eBook Award mit Sonderpreis für Barrierefreiheit

An diesem Donnerstag (12. Oktober 2017) wird auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche eBook Award verliehen. In diesem Jahr gibt es einen Sonderpreis für Barrierefreiheit im digitalen Literaturraum. In einem Gastbeitrag habe ich im Award-Blog über sperrige Braille-Bände, gekürzte Hörbücher und digitale Barrieren geschrieben. Den Post findet Ihr auf deutscher-ebook-award.de. Aktuelle Infos zur Preisverleihung gibt’s außerdem auf buchreport.de.

Trotz Inklusion: Blinde Studierende bleiben auf sich allein gestellt

Sehbehinderte und blinde Studierende – aber z.B. auch Studierende mit Legasthenie – sind auf barrierefrei zugängliche Fachbücher, Artikel, Präsentationen oder Klausuren angewiesen. Das können Ausdrucke in Blindenschrift oder Großdruck, tastbare Pläne oder Grafiken oder zugängliche Dateien für den PC sein. Für die barrierefreie Aufbereitung von Studienmaterialien bedarf es Umsetzungsdiensten an den Unis und Hochschulen. Nun veröffentlichte Ergebnisse einer Umfrage der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks zeigen, dass es einen solchen Service erst an wenigen Hochschulen gibt. Die Folge: Studierende müssen die Umsetzung selbst organisieren. Trotz des Rechtes auf Inklusion bleibt der Mehraufwand also bis heute bei den Studierenden mit Behinderung hängen.

Von 308 angeschriebenen Hochschulen beteiligten sich 99 an der Umfrage. Hiervon wiederum verfügten lediglich 18 über einen eigenen Umsetzungsdienst, zwei weitere kooperierten beim Erstellen von barrierefreien Dokumenten mit anderen Hochschulen. Was sich hinter den genannten Umsetzungsdiensten verbirgt, ist – der IBS zufolge – sehr unterschiedlich und „reicht von der Umsetzung durch die Beauftragten und Berater_innen für Studierende mit Behinderungen selbst über Digitalisierungsservices von Bibliotheken, die Studierende mit Beeinträchtigungen mit versorgen, bis zu eigenständigen Stellen für die Umsetzung.“

Die IBS fragte auch danach, ob die Umsetzungsdienste ausreichend ausgestattet sind. Das Ergebnis: „Die zur Verfügung stehenden Ressourcen werden von mehr als der Hälfte der Umsetzungsdienste – grundsätzlich oder bezogen auf Spitzenzeiten – als nicht ausreichend erachtet.“

Die vollständigen Ergebnisse findet Ihr auf Studentenwerke.de (PDF).