Deutscher eBook Award mit Sonderpreis für Barrierefreiheit

An diesem Donnerstag (12. Oktober 2017) wird auf der Frankfurter Buchmesse der Deutsche eBook Award verliehen. In diesem Jahr gibt es einen Sonderpreis für Barrierefreiheit im digitalen Literaturraum. In einem Gastbeitrag habe ich im Award-Blog über sperrige Braille-Bände, gekürzte Hörbücher und digitale Barrieren geschrieben. Den Post findet Ihr auf deutscher-ebook-award.de. Aktuelle Infos zur Preisverleihung gibt’s außerdem auf buchreport.de.

House of Ghosts: Dunkellesungen in Bonn

Der Autor Frank Maria Reifenberg und ich setzen unsere kleine Tour fort – mit insgesamt drei Dunkellesungen in Bonn. Wir lesen aus Franks Geisterroman „House of Ghosts – Das verflixte Vermächtnis“. Zielgruppe sind Kinder ab ca. 10 Jahren.

Termine:

  • Sonntag, 1. Oktober 2017, 11:30 Uhr und 13:30 Uhr: Zwei Lesungen im Rahmen des Eröffnungsfestes „15 Jahre Käpt’n Book + 25 Jahre Bundeskunsthalle = Wir feiern gemeinsam!“ in der Bundeskunsthalle. Mehr Infos in dieser PDF-Datei.
  • Sonntag, 15. Oktober 2017, 12:30 Uhr: Lesung im Rahmen des Abschlussfestes des Rheinischen Lesefests »Käpt’n Book« im Deutschen Museum. Mehr Infos unter diesem Link.

Theater und Politik: Zusammen in Barmbek-Süd

Im Rahmen der großartigen Themenwoche „Zusammen in Barmbek-Süd – Barrieren überwinden“ darf auch ich zweimal die Bühne betreten: Zunächst am Samstag, 24. Juni 2017, endlich mal wieder mit dem Theater-Ensemble „Blinde Passagiere“. Wir zeigen unser aktuelles Programm „Auf in die neue Welt!“ mit Songs der 50er Jahre.

Politisch wird es am Montag, 26. Juni. Dann diskutiere ich über Barrierefreiheit und Inklusion. Mit mir auf dem Podium sind Regina Jäck, Fachsprecherin für Menschen mit Behinderung in der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Evelyn Schön, die mit ihrer Seminarwerkstatt Peer-Counseling macht, und Nico Schröder, Fachamtsleiter Sozialraummanagement im Bezirk Hamburg-Nord. Klaus Becker vom Inklusionsbüro Hamburg moderiert die Veranstaltung. Beginn ist um 19 Uhr. Veranstaltungsort ist auch am Montag das Barmbek°Basch.

Vielleicht habt Ihr ja Lust vorbeizuschauen. Mich würd’s freuen. Das gesamte Programm der Themenwoche findet Ihr hier.

10 Jahre „Send Away the Tigers“: Ein persönlicher Rückblick

Als Apple Music mir gestern die “Send Away the Tigers – 10 Year Collectors’ Edition” der Manic Street Preachers empfahl, musste ich kurz schlucken. Zehn Jahre sollte das Erscheinen eines meiner absoluten Lieblingsalben schon her sein? Verrückt! Andererseits, seitdem hat sich wahrlich viel verändert.

Vor zehn Jahren wusste ich noch nicht, dass gut ein Jahr später die bezaubernde Anna, meine heutige Frau, in mein Leben treten würde.

Statt einen Mehr-als-Fulltime-Job als Geschäftsführer beim Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg zu haben, kellnerte ich auf 400-EURO-Basis im Dunkelrestaurant Unsicht-Bar.

Obwohl 2006 bereits beschlossen, wusste in Deutschland kaum jemand etwas von der UN-Behindertenrechtskonvention, geschweige denn konnte man sich vorstellen, welche Dynamik allein der Begriff der Inklusion wenige Jahre später ausüben würde.

Statt iPhone hatte ich 2007 ein Nokia. Das konnte zwar – dank der Software TALKS – auch schon sprechen, statt über Heikos.blog, Twitter, Facebook und WhatsApp, lief Kommunikation aber ausschließlich via E-Mail, SMS und – heute kaum noch vorstellbar für mich – via Telefonat. Vielleicht ist das der größte Wandel der letzten zehn Jahre: Diesen routinemäßigen, ständigen Griff zum Smartphone, auf dem alle Hörbücher, alle Musik, alle aktuellen Nachrichten, alle Freunde ständig verfügbar sind, den gab es einfach nicht – nicht in der U-Bahn, nicht in der Pause, nicht im Bett. War das gut oder schlecht?

„Send Away the Tigers“ fand damals den Weg natürlich nicht via Streaming Dienst zu mir, sondern als CD. Wenn Musik im Shuffle-Modus gespielt wurde, dann im CD-Wechsler. Das Album der Manic Street Preachers, dieses energiegeladene und gleichzeitig sentimentale Werk, lief allerdings eher von vorn bis hinten durch, gern mehrmals am Tag – dazu wurde gegrübelt, über den Alltag nachgedacht, über Freunde und Menschen, die man liebte oder nicht mehr lieben wollte, und nach dem Sinn des Lebens gefragt. 2007 war auf jeden Fall mehr Melancholie.