Wie werden Menschen mit Behinderung in den Medien dargestellt? Welche Vorurteile haben Einfluss auf Berichterstattung und fiktionale Formate? Und wie sollte die Darstellung sein? All diesen Fragen widmete sich ein Workshop beim NDR. Raul Krauthausen und Lilian Masuhr von Leidmedien.de und ich haben Positiv- und Negativbeispiele vorgestellt und mit den Workshop-Teilnehmern diskutiert. Infos und Stimmen zum Tag finden Sie auf bsvh.org und auf ndr.de.
Schlagwort: Journalismus
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Behinderung in den Medien: vorurteilsbeladen, mitleidserregend, klischeehaft
Wie wird über Menschen mit Behinderung in den Medien berichtet? Zumeist „vorurteilsbeladen, mitleidserregend, klischeehaft oder einfach falsch“. Zu diesem Schluss kommen Christiane Link und Martin Ladstätter. Gemeinsam haben sie ein Medien-Watch-Blog gestartet. „Aufgerollt“ heißt es. In ihm dokumentieren und kommentieren die beiden Journalisten – sie sitzen selbst im Rollstuhl – Medien-Beiträge über Menschen mit Behinderung.
„Aufgerollt“ ist nach Leidmedien.de ein weiterer Versuch, für ein neues Bild von Behinderung in den Medien zu werben. Ist der Ansatz von Leidmedien.de aufklärerisch, ohne erhobenen Zeigefinger, so ist der „Aufgerollt“-Ton eher kritisch und kämpferisch. Sicherlich können Ladstätter und Link nicht für alle Menschen mit Behinderung sprechen. Ihre Texte sind „völlig subjektiv“, aber anregend sind ihre Posts allemal.
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Journalismus und Behinderung: Tipps auf Leidmedien.de
Leidmedien.de ist online. Das Projekt der Sozialhelden ist ein Ratgeber über Sprache und Behinderung und wendet sich an Journalisten. Die Website gibt Tipps für eine angemessene Berichterstattung über Menschen mit Behinderung. Ein Besuch der Seite lohnt sich – nicht nur für Medienschaffende. Ich freue mich, dass auch ich mit einem Gastbeitrag vertreten bin. Ich wünsche Leidmedien.de viel Erfolg und viele Leser.