Deutschlandfunk: Mit Behinderung unterwegs

Es gibt das Behindertengleichstellungsgesetz, die Antidiskriminierungsrichtlinie, die UN-Behindertenrechtskonvention und den Artikel 3 des Grundgesetzes. Und trotzdem ertönt bei den neuen Hamburger U-Bahnzügen kein akustisches Signal, wenn die Türen sich schließen. Für Blinde eine gefährliche Situation. Eine nur fünf Zentimeter hohe Schwelle vor einem Geschäft wird für viele Rollstuhlfahrer zu einer unüberwindbaren Hürde. Dabei gibt es klappbare Alurampen schon für hundert Euro. Es sind oft Kleinigkeiten, die bei Menschen mit Behinderung den Unterschied zwischen Mobilität und Abhängigkeit machen. Bettina Schmieding hat Menschen in ihrem Alltag begleitet, die sagen: „Wir sind nicht behindert, wir werden behindert.“

So kündigte der Deutschlandfunk das gestern ausgestrahlte Wochenendjournal an. Die Sendung mit dem Titel „Wo will der Rollstuhl denn aussteigen?“ – Mit Behinderung unterwegs kann zum Beispiel von der Seite des Senders oder via iTunes heruntergeladen werden. In hörenswerten Reportagen kommen Raul Krauthausen, Janis McDavid und meine Wenigkeit zu Wort.

Autor: Heiko Kunert

Heiko Kunert (41) ist Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg und ist selbst blind.

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