Berührungsängste: Tausend Worte können schön sein

Berührungsängste zwischen Behinderten und Nichtbehinderten sind häufig. Im Nachgang zu meinem Post über den Umgang mit behinderten Menschen wies mich Christian Ohrens via Twitter auf einen seiner Texte hin, den ich Ihnen gern ans Herz legen möchte. In ihm stellt der Autor seine Vorschläge vor, wie Berührungsängste gegenüber blinden Menschen abgebaut werden können. Er schreibt u. A.:

Die Tatsache, dass vieles in der menschlichen Kommunikation über Blickkontakt, Mimik und Gestik abläuft, trägt indirekt natürlich auch dazu bei, dass ein Ansprechen (beispielsweise auf einer Party) nicht stattfindet oder stattfinden kann, weil es im Vorfeld keine nonverbale Kommunikation via Augen-Blicke gegeben hat – und gezielt auch nicht geben kann.

Man kann also nur wissen, ob jemand Hilfe benötigt, ob jemand einer Unterhaltung nicht abgeneigt ist, ob man etwas fragen darf und so weiter, wenn man die Person wirklich anspricht. Auch wenn dies beim ersten Mal Überwindung kostet und vielleicht beim Angebot von Hilfe ein „Nein“ zurück kommen könnte, wer weiß, was eine zweite blinde Person antworten wird. Dies gilt ja nicht nur im Bezug auf Blindheit.

Und noch ein Wort zur nonverbalen Kommunikation und Blindheit. Was gesagt werden soll, kann man auch wirklich sagen und in Worte fassen, auch wenn viele der Meinung sind, dass ein Blick mehr als tausend Worte sagt, obwohl diese tausend Worte doch auch sehr schön sein können, oder?

Den vollständigen Artikel finden Sie auf christian-ohrens.de.

Autor: Heiko Kunert

Heiko Kunert (41) ist Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg und ist selbst blind.

2 Kommentare zu „Berührungsängste: Tausend Worte können schön sein“

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