Wie zugänglich sind eigentlich Partei-Websites? Sind auf ihnen die Grundregeln von Barrierefreiheit berücksichtigt? In einem Gastbeitrag beim Hamburger Wahlbeobachter bin ich diesen Fragen am Beispiel Hamburgs nachgegangen. Das Ergebnis war ernüchternd. An Wählerinnen und Wähler mit Behinderung wurde beim Webdesign kaum bis gar nicht gedacht. Immerhin stimmen die ersten Reaktionen optimistisch. Innerhalb von 24 Stunden haben alle sechs Parteien reagiert und Verbesserungen hinsichtlich Accessibility angekündigt. Ich werde berichten.
Schlagwort: Blindheit
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Sehende sind häufig unsicher, wenn sie auf blinde Menschen treffen. „Wie soll ich mich verhalten?“, fragen sie sich. Zehn einfache und verständliche Antworten auf diese Frage gibt es im Blindblog.
10 Tipps
10 Tipps zum richtigen Umgang mit blinden Menschen
1. Spreche so mit blinden Menschen, wie Du auch mit allen anderen Menschen sprichst. Nicht laut, denn ihr Gehör funktioniert. Direkt, nicht über die Begleitperson. Ohne Scheu, denn Worte wie „sehen“ oder „blind“ benutzen blinde Menschen selbstverständlich auch.
2. Biete blinden Menschen immer zuerst mündlich Deine Hilfe an. Wer wird schon gerne ohne Vorwarnung angefasst? Und ob man Hilfe braucht, weiß man selbst am Besten.
3. Führe einen blinden Menschen, in dem Du ihm Deinen Arm anbietest. Er wird sich an Deinem Ellbogen festhalten und Dir folgen, ohne dass Du ihm Richtungsänderungen mündlich mitteilen musst.
4. Beschreibe blinden Menschen einen Weg, als würdest Du mit ihm telefonieren: „Da“ und „dort“ liegen ihnen im Verborgenen. „Rechts“, „Links“ und hör-, riech- oder tastbare Orientierungspunkte helfen weiter.
5. Beschreibe mit Hilfe des Ziffernblattes einer Uhr, um einer blinden Person die Lage von Gegenständen…
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Blinde Fotografie in der SZ: Ein beeindruckendes Experiment
Kilian Foersters Foto-Projekt „blind“ stößt immer wieder auf mediales Interesse. Zuletzt war es Alex Rühle, der es in der Süddeutschen Zeitung aufgriff. Ein beeindruckendes Experiment nennt er es. Das freut mich gleich zweifach: einmal für den engagierten Hamburger Fotografen Kilian Foerster und auch ein klein wenig für mich – habe ich doch selbst ein Bild zu der Reihe beigetragen. Unter der Überschrift „Das Unsichtbare im Fokus“ hatte bereits im August Marc-Oliver Rehrmann auf NDR.de über das Projekt berichtet, bei dem Foerster blinde Menschen porträtiert und diese anschließend ihre Lieblingsorte fotografieren und beschreiben lässt. Das Projekt wird übrigens fortgesetzt. Interessierte können sich weiterhin bei Kilian Foerster melden.