Norwegen: Sommerurlaub in Oslo und Bergen

Sommerurlaub im Norden. Die bezaubernde Anna und ich waren in Norwegen.

Während Kopenhagen und Stockholm häufiger als lohnenswerte Reiseziele genannt werden, befindet sich Norwegens Hauptstadt Oslo immer etwas unterm Radar. Ich verstehe nicht, warum das so ist. Sei es die lebendige und dennoch entspannte Innenstadt, die Oper (für die man im Gegensatz zur Elbphilharmonie auch Karten bekommt) oder die Atmosphäre am Hafen, Oslo ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Das gilt auch für die zweitgrößte Stadt des Landes, für Bergen. Allein die Anreise mit der Bergen-Bahn – einmal über das Hochplateau Hardangervidda ist ein Abenteuer für sich. Am höchsten Ort der Reise, auf 1.222 Metern über dem Meeresspiegel, in Finse lag Mitte Juli noch Schnee.

Bergen selbst liegt im Westen des Landes und ist berühmt für sein Hanseviertel Bryggen mit den bunten Gebäuden aus Holz, für seine sieben Berge und natürlich für die Fjorde. Und in der Tat macht die Mischung aus herrlicher Natur und lebendiger Stadt Bergen zu einem lohnenden Reiseziel. Nur vor Regen sollte man sich nicht scheuen. Bergen ist die regenreichste Stadt Europas.

Während wir nach Oslo noch den Flieger genommen haben, ging es mit Fjordline via Schiff zurück. 18 Stunden fährt man von Bergen ins dänische Hirtshals, wo wir uns noch einen Tag am offenen Meer gegönnt haben – das geht schließlich immer -, bevor wir dann mit der Bahn zurück nach Hamburg gefahren sind. Eine runde Sache!

Flitterwochen: Auf den Azoren im Januar

Einer der schönsten Orte, die ich bisher besucht habe: Die bezaubernde Anna und ich waren flittern, auf São Miguel. São Miguel ist die größte Insel der Azoren, rund 1.500 Kilometer westlich vom portugiesischen Festland, mitten im Atlantik. Ein Ort voller herrlicher Eindrücke: Sei es das Bad in heißen Quellen, die es überall auf der Vulkaninsel gibt (in Parks, im Meer, im Wald), sei es die beeindruckende Pflanzen-Vielfalt – aufgrund des feuchten, gemäßigten Klimas wächst dort beinahe alles -, seien es die kleinen frischen Bananen, Ananas oder Gemüse von der Insel, die süßen, cremigen Puddings und Kuchen, die beeindruckende Ruhe, die Mischung aus Wald- und Ozeanluft, die Rufe der Möwen im Gebirgsnebel, die Vielfalt von Walen, Delfinen und anderen Atlantik-Bewohnern, der überwältigende Terra-Nostra-Park in Furnas, der schwarze Strand von Mosteiros, das Treiben in Ponta Delgada, die zurückhaltende Art der Insel-Bewohner … Ich bin immer noch ganz begeistert.

Einige akustische Schnappschüsse finden Sie in meiner Azoren-Playlist auf Audioboom.com. Und hier nun einige von Annas – ich habe mir sagen lassen, wunderschönen – Fotos aus dem Urlaub:

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Aran Blogger: Ein kurzer Post aus Irland

Die Iron-Blogger-Regeln sind knallhart: Jede Woche muss ich einen Blind-PR-Post veröffentlichen. Tue ich das nicht, muss ich fünf Euro Strafe zahlen. Daher hier ein kurzer Post aus Dublin.
Es begann vor zehn Tagen in Galway. Galway ist eine pulsierende Universitätsstadt im Westen Irlands. Quirlig ist es in der Innenstadt, mit reichlich Livemusik auf der Straße und – natürlich – in den Pubs. Ruhiger geht es im Stadtteil Salthill zu, der an einer Atlantikbucht liegt – geeignet für kleinere Spaziergänge und – an wärmeren Tagen oder für hartgesottene Schwimmer – für einen Sprung ins Meer.
Noch mehr Ruhe fanden wir anschließend auf Inishmore. Das ist eine der Aran Islands, eine karge, wunderschöne, stille, langsame Insel. Ich kenne kaum einen schöneren Ort. Es gibt Klippen, kleine Strände, viele Vögel, Schmetterlinge, Kühe, Esel und Vögel zu sehen, unglaublich klare, grün duftende Luft und Traditional Irish Folk im Pub. Irischer kann ein Ort kaum sein.
Ein enormer Kontrast ist Dublin, wo wir unseren Urlaub nun ausklingen lassen. International, im Stadtzentrum hektisch und laut. Dennoch ist die Vielfalt und das Tempo für mich als Großstädter auf eine gewisse Art auch wohltuend oder, besser gesagt, vertraut.
Sie finden einige Fotos, die die bezaubernde Anna gemacht hat, auf meinen Twitter- und Facebook-Profilen und akustische Eindrücke auf meiner Audioboo-Seite.

Perspektiven (16): Vom Reisen und der Liebe

Der Hamburger Robbie Sandberg ist blind und reist um die ganze Welt: Skandinavien, Nordamerika, Indien. Und er lebte fünf Jahre in Irland. TAZ-Journalist Timo Robben porträtiert Robbie in einer spannenden Reportage:

Navigieren muss Robbie mehr als die meisten Menschen. Als er noch in Dublin gelebt hat, war er oft auf den menschenleeren irischen Inseln unterwegs. Eine Software für sein Smartphone hat ihm das möglich gemacht: Loadstone. Mit dem App lassen sich „elektronische Brotkrümel“ legen. Wegpunkte, die Robbie dann durch die Sprachausgabe des Handys zurückverfolgen kann. „Wenn ich einen Strand betrete, dann muss ich ja auch wissen, an welcher Stelle. Sonst finde ich ja gar nicht mehr zurück“, erklärt Robbie. Auf einem Strand bringen ihn weder akustische Signale noch sein Blindenstock weiter. „Ohne das GPS wäre das gar nicht möglich.

Eine Geschichte fürs Herz hat Meike Lorenzen geschrieben. Sie schildert die Lebensgeschichte eines blind-sehenden Pärchens. Der Artikel erschien bereits im Dezember 2009 im Weserkurier und ist im Blog der Journalistin nachzulesen:

Es ist ein stiller Moment an diesem Vormittag, an dem Bernt und Helgard von ihrem Leben erzählen. Eigentlich sind ihre Geschichten voller Fröhlichkeit. Auch wenn Helgard von schwierigen Momenten spricht, von denen, in denen ihr Mann unterschätzt und diskriminiert worden ist, klingt ihre Stimme energisch, doch stets freundlich. Nie verbittert. Mit leicht geneigtem Kopf hört Bernt seiner Frau dann zu, die zurückgelehnt im roten Sessel im Wohnzimmer sitzt. In ihre Stimme hat er sich verliebt, vor über 40 Jahren. Ihren Klang liebt Bernt noch heute.

In „Perspektiven“ stelle ich lesenswerte Beiträge vor. Viele weitere Linktipps erhalten Sie vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg via Twitter.