Wie zugänglich sind eigentlich Partei-Websites? Sind auf ihnen die Grundregeln von Barrierefreiheit berücksichtigt? In einem Gastbeitrag beim Hamburger Wahlbeobachter bin ich diesen Fragen am Beispiel Hamburgs nachgegangen. Das Ergebnis war ernüchternd. An Wählerinnen und Wähler mit Behinderung wurde beim Webdesign kaum bis gar nicht gedacht. Immerhin stimmen die ersten Reaktionen optimistisch. Innerhalb von 24 Stunden haben alle sechs Parteien reagiert und Verbesserungen hinsichtlich Accessibility angekündigt. Ich werde berichten.
Autor: Heiko Kunert
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#EinfachSein: Best of Blogger-Themen-Tage
Vor einer Woche fanden die Blogger-Themen-Tage statt. Es erschienen rund 60 Artikel. Anregend, lehrreich, lesenswert. Ich möchte Ihnen allen wärmstens empfehlen, sich mal ein, zwei Stündchen zu nehmen, um die Beiträge nachzulesen. Es lohnt sich sehr. Um so bedauerlicher, dass die Aktion keine mediale Aufmerksamkeit gefunden hat. Vielleicht waren die Texte zu sensibel, hatten zuviele Zwischentöne, waren zu vielschichtig für knackige Headlines in den Mainstream-Medien. Aber nur, wenn wir sensibel miteinander umgehen, wenn wir Zwischentöne zulassen und Vielschichtigkeit als Bereicherung begreifen, kommen wir dem Ziel der Inklusion näher.
Auch wenn es mir wirklich schwer fällt, ein „Best Of“ zu erstellen, möchte ich Ihnen sieben Posts von #EinfachSein ganz besonders ans Herz legen:
- Helfer: Der E-Rolli und sein Schatten (Marcel gibt Gas)
- Hauptsache Gesund: Was ist außer der Angst sonst noch zurückgeblieben? (Mama hat jetzt keine Zeit)
- Wenn selbst Behinderte Behinderte behindern (Schreib-Lunge-Blog)
- Popo abwischen und Breifüttern – Oder doch viel mehr? (Pflege und Betreuung)
- Das Ich in mir (Autzeit)
- Traumländer und Parallelwelten (Der rote Faden)
- Wider den Reparaturwahn (Melas Asperger und ADS Blog)
Ihnen viel Freude und Anregung beim Lesen – verbunden mit einem Dank an die Organisatoren und dem Wunsch, dass eine Aktion wie #EinfachSein ein zweites Mal durchgeführt wird und dann mehr öffentliche Aufmerksamkeit erfährt.
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Behinderung, Medien und Gesellschaft: Blogger-Themen-Tage vom 1. bis 3. März
Morgen beginnen die Blogger-Themen-Tage „#EinfachSein Behinderungen, Medien und die Gesellschaft„. Hinter der Aktion stehen die Macherinnen und Macher von Quergedachtes, Autzeit und Aspergerfrauen. Sie schreiben zu ihrer Idee:
Einzelne Stimmen werden selten gehört, viele Stimmen finden Gehör! Viele Stimmen finden Gehör, wenn einzelne untergehen! Mit diesem Gedanken starteten vor einigen Tagen Überlegungen, einen Aktionstag zum Medien- und Gesellschaftsbild von Behinderungen zu machen. Herausgekommen ist die Idee der Blogger-Themen-Tage 2013! Viele Blogger möchten an mehreren Tagen zu einem Leitthema einen Beitrag leisten und so dazu beitragen, dass auch Themen und Blogger, die weniger „massentauglich“ sind, Gehör in der Gesellschaft und den Medien finden. Damit kein Chaos entsteht, haben wir uns entschlossen, ein Programm dazu zu machen. An den Themen-Tagen werden die Blogposts zu bestimmten, vorab festgelegten Uhrzeiten veröffentlicht. So kann man als Leser den ganzen Tag über immer wieder neue Eindrücke sammeln und neue Blogs kennenlernen. Natürlich sind die Blogposts auch nach den Themen-Tagen noch einsehbar.
Und hier können Sie das Programm der Blogger-Thementage nachlesen:
Das Programm klingt vielversprechend. Ich wünsche den Leserinnen und Lesern der Posts viele anregende Gedanken und Informationen und den Organisatorinnen und Organisatoren viel Erfolg mit ihrer tollen Aktion.
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Sehende sind häufig unsicher, wenn sie auf blinde Menschen treffen. „Wie soll ich mich verhalten?“, fragen sie sich. Zehn einfache und verständliche Antworten auf diese Frage gibt es im Blindblog.
10 Tipps
10 Tipps zum richtigen Umgang mit blinden Menschen
1. Spreche so mit blinden Menschen, wie Du auch mit allen anderen Menschen sprichst. Nicht laut, denn ihr Gehör funktioniert. Direkt, nicht über die Begleitperson. Ohne Scheu, denn Worte wie „sehen“ oder „blind“ benutzen blinde Menschen selbstverständlich auch.
2. Biete blinden Menschen immer zuerst mündlich Deine Hilfe an. Wer wird schon gerne ohne Vorwarnung angefasst? Und ob man Hilfe braucht, weiß man selbst am Besten.
3. Führe einen blinden Menschen, in dem Du ihm Deinen Arm anbietest. Er wird sich an Deinem Ellbogen festhalten und Dir folgen, ohne dass Du ihm Richtungsänderungen mündlich mitteilen musst.
4. Beschreibe blinden Menschen einen Weg, als würdest Du mit ihm telefonieren: „Da“ und „dort“ liegen ihnen im Verborgenen. „Rechts“, „Links“ und hör-, riech- oder tastbare Orientierungspunkte helfen weiter.
5. Beschreibe mit Hilfe des Ziffernblattes einer Uhr, um einer blinden Person die Lage von Gegenständen…
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