Blindheit und Fotografie. Wie passt das zusammen? Blinde Menschen können nicht fotografieren, so denkt man. Zumindest können sie nicht sehen, was sie fotografieren. Und auch wenn wir abgelichtet werden, ist manchen von uns unwohl dabei. Wir können schließlich nicht kontrollieren, wie wir auf dem Bild wirken. Dennoch – oder gerade deshalb – hat der Hamburger Fotograf Kilian Foerster ein Projekt mit blinden Teilnehmern realisiert, das wir vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg gern unterstützt haben. Foerster schreibt auf seiner Homepage:
Als Fotograf und visuell wahrnehmender Mensch bin ich gegenüber einem Blinden beeindruckt von seiner Orientierungs- und Wahrnehmungsfähigkeit. Die fotografische Arbeit »blind« zeigt, was blinde Menschen sehen. Zuerst erstellte ich von jedem Teilnehmer ein Porträt. Danach machte der oder die Blinde mit einer Automatikkamera ein Foto an einem Ort, der ihm oder ihr vertraut ist und beschreibt anschließend selbst, was seiner ⁄ ihrer Ansicht nach auf dem Foto zu sehen ist.
Sie finden alle Fotos und Texte auf der Homepage von Kilian Foerster.
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