Theater und Politik: Zusammen in Barmbek-Süd

Im Rahmen der großartigen Themenwoche „Zusammen in Barmbek-Süd – Barrieren überwinden“ darf auch ich zweimal die Bühne betreten: Zunächst am Samstag, 24. Juni 2017, endlich mal wieder mit dem Theater-Ensemble „Blinde Passagiere“. Wir zeigen unser aktuelles Programm „Auf in die neue Welt!“ mit Songs der 50er Jahre.

Politisch wird es am Montag, 26. Juni. Dann diskutiere ich über Barrierefreiheit und Inklusion. Mit mir auf dem Podium sind Regina Jäck, Fachsprecherin für Menschen mit Behinderung in der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Evelyn Schön, die mit ihrer Seminarwerkstatt Peer-Counseling macht, und Nico Schröder, Fachamtsleiter Sozialraummanagement im Bezirk Hamburg-Nord. Klaus Becker vom Inklusionsbüro Hamburg moderiert die Veranstaltung. Beginn ist um 19 Uhr. Veranstaltungsort ist auch am Montag das Barmbek°Basch.

Vielleicht habt Ihr ja Lust vorbeizuschauen. Mich würd’s freuen. Das gesamte Programm der Themenwoche findet Ihr hier.

Erstmals in Schauspielhaus und Altonaer Theater: Audiodeskription für blinde Menschen

Ich freu mich drauf: Wie schon in 2013 gibt es auch in diesem Jahr wieder Theater-Aufführungen mit akustischen Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen in Hamburg. Im Deutschen Schauspielhaus gibt es Ibsens „John Gabriel Borkman“ (3. Und 20. Dezember 2014 und 11. Januar 2015). Im Altonaer Theater wird die Bestseller-Adaption „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ mit Audiodeskription präsentiert (28. Dezember 14 und 4. Januar 15). Details zu den Stücken, der Karten-Reservierung und der erstmals in Hamburger Theatern eingesetzten „MobileConnect“-Technologie finden Sie auf bsvh.org.

Sonntag auf der Bühne: Gestrandet in Bombay

Vielleicht ist es die letzte Chance, unser aktuelles Stück live zu erleben. Die Blinden Passagiere stehen an diesem Sonntag, 26. Oktober 2014, endlich wieder in Hamburg auf der Bühne, nach krankheitsbedingter Pause nun auch wieder mit mir als Capitano. „Gestrandet in Bombay – Die See-Revue mit Schlagern der 50er Jahre“ beginnt um 15 Uhr. Veranstaltungsort ist der Hamburgsaal (Haus U) im Berufsförderungswerk Hamburg. Eingeladen wurden wir vom Freundeskreis Pflegeheim Farmsen. Karten kosten im Vorverkauf 10 Euro, vor Ort 12 Euro. Erhältlich sind die Tickets im Weinshop im EKT (Berner Heerweg 173) und im Seniorenzentrum Pflegen und Wohnen (August-Krogmann-Str. 100).

Premiere: Erstmals Audiodeskription an Hamburger Theatern

Ich bin sehr glücklich – und auch ein bisschen stolz. Erstmals gibt es in Hamburg Theater-Aufführungen mit Audiodeskription. Das ist ein großer Erfolg für uns vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg. Die vielen Gespräche mit Hamburgs Sozial- und Kulturpolitikern haben sich gelohnt. Mein ganz besonderer Dank gilt Katharina Wolff von der CDU, die das Thema Ende 2012 auf die Agenda der Hamburgischen Bürgerschaft gesetzt hat.

Die Bürgerschaft hat daraufhin ein Pilotprojekt beschlossen, bei dem in zwei Aufführungen an Hamburger Theatern der Einsatz von Audiodeskription erprobt wird. Die beiden Theater, die sich hieran beteiligen, sind das Ohnsorg Theater und das Thalia Theater. Gefördert wird die Audiodeskription von dem Referat für integrative Projekte der Kulturbehörde Hamburg.

Im Ohnsorg Theater wird das Stück „Lengen na Leev“ (Ein Mond für Beladene) am 10.11. 2013 um 15.30 Uhr gezeigt.

Karten gibt es an der Theaterkasse. Sie ist montags bis donnerstags, jeweils von 9 bis 16 Uhr, und am Freitag von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

  • Tel.: 040 / 35080321
  • E-Mail: kasse@ohnsorg.de
  • Kartenpreise: ermäßigt 11,50€ bis 13,50 € / Begleitperson ebenfalls 11,50€ bis 13,50 € (bei einer Behinderung ab 50%)
  • Regulärer Preis: 23.-€ bis 27.- €
  • Bitte bei der Ticketreservierung das Stichwort „Hörtheater“ nennen und die Anzahl der benötigten Funkempfänger. Bitte um Angabe, ob ein Führhund dabei ist. Bitte wegen der Ausgabe der technischen Geräte eine halbe Stunde vor der Aufführung um spätestens bis 15 Uhr erscheinen.

Im Thalia Theater wird das Stück „Don Giovanni“ frei nach Wolfgang Amadeus Mozart am 10.12.2013 um 20 Uhr mit Audiodeskription erlebbar.

Die Theaterkasse ist Montag bis Samstag von 10 bis 19 Uhr geöffnet, An Sonn- und Feiertagen von 16 bis 18 Uhr.

  • Tel.: 040 / 32814-444
  • E-Mail: info@thalia-theater.de
  • Kartenpreise: ermäßigt 24.- € / Begleitperson ebenfalls 24.- € (bei einer Behinderung ab 50%)
  • Regulärer Kartenpreis: 48.- €
  • Bitte bei der Ticketreservierung das Stichwort „Hörtheater“ nennen und die Anzahl der benötigten Funkempfänger. Bitte um Angabe, ob ein Führhund dabei ist. Wichtig: Onlinebuchung ist leider nicht möglich! Die Karten können telefonisch bestellt werden und müssen persönlich im Kundenzentrum abgeholt werden. Bitte wegen der Ausgabe der technischen Geräte eine halbe Stunde vor der Aufführung um spätestens bis 19.30 Uhr erscheinen.

Zum Hintergrund schreibt die Kulturbehörde:

Nach einer letzten Schätzung des Blinden- und Sehbehindertenvereins Hamburg (BSVH) leben rund 3.000 blinde und 40.000 Sehbehinderte Menschen in der Freien und Hansestadt Hamburg. Trotz bestehender Eingliederungshilfen und Nachteilsausgleiche ergeben sich für blinde und sehbehinderte Menschen weiterhin viele Barrieren im alltäglichen Leben. Die praktische Teilhabe am kulturellen Leben bildet dabei keine Ausnahme. Der Besuch eines Kinos, Museums, Konzerts oder Theaters kann häufig nur durch einen hohen organisatorischen und zeitlichen Aufwand gewährleistet werden. Darüber hinaus können Ausstellungen oder kulturelle Darbietungen nur eingeschränkt erlebt beziehungsweise verfolgt werden. Auch um visuelle Vorgänge besser nachvollziehen zu können, bieten bereits sehr erfolgreich einzelne Theater in Deutschland blinden und sehbehinderten Menschen eine sogenannte Audiodeskription an. Über Kopfhörer werden akustische Kommentare übertragen, die den Zuhörern Handlungen auf der Bühne näher beschreiben. Dadurch werden diese für blinde und sehbehinderte Menschen nachvollziehbar und erfassbar. Bisher gab es in der Freien und Hansestadt Hamburg noch kein Theater, das einen solchen Service anbietet. Mit dem Pilotprojekt wird getestet, ob und wie der Service angenommen wird.