Was für die Ohren: Krach und Stille

Nach Tobys Blogwichtel-Beitrag gibt es heute erneut etwas auf die Ohren. Was haben ein Presslufthammer und ein schnarchender Ehemann gemeinsam? Warum ist Stille nicht still? Welche Geräusche prägen unseren Alltag? Welche Rolle spielen sie für blinde Menschen?

Robbie Sandberg begibt sich in seinem Beitrag auf eine Gradwanderung zwischen Krach und Stille (eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von “Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden”). Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit diesem hörenswerten Beitrag und bedanke mich bei Robbie dafür, dass er auch mich zum Thema befragt hat.

Blog-Wichteln 2010: BlindPR Blogwichtel Podcast

Liebe Leser von BlindPR, lieber Heiko,

hier kommt der Wichtel!

Heiko hatte das „Pech“, beim Blogwichteln keinen Blogger, sondern einen Podcaster zugelost zu bekommen, deshalb fällt der Text hier etwas kurz aus. Dafür gibt es ja aber einen Audiobeitrag, den ich der Einfachheit halber diesmal bei SoundCloud hochgeladen habe. Der ist sogar leider ein bisschen lang geworden, knapp 27 Minuten, ich hoffe es ist nicht zuuuu langweilig. Wem mein „Selbstversuch-Einspieler“ zu langweilig ist (wer hört schon gern zu, wenn ein Sehender in Butter greift?), der kann gern vorspulen zu Minute 14:45, da geht es mit dem Sofagesabbel weiter.

Ich fand es sehr spannend, mich mal mit einem anderen Thema als denen meines eigenen Podcasts (der ja auch nur ein Audio-Blog ist) befassen zu dürfen, zu müssen, und es hat mir riesigen Spaß gemacht!

Hier noch ein paar Links, die kommen auf der Tonspur immer etwas schlecht rüber:

Normalerweise liegen die Audiodateien in einem Podcast ja irgendwo und sind im Podcast nur verlinkt — da aber wohl niemand den BlindPR Blog in einem Podcast Catcher (wie z.B. iTunes) abonniert haben dürfte, ist es so hoffentlich praktischer für Euch. Hier ist die Aufnahme: http://soundcloud.com/podwichtel/blindpr-blogwichtel-podcast

oder als Player:

BlindPR Blogwichtel Podcast by PodWichtel

Liebe Grüße,

Euer Blogwichtel

England: Von Insel-Ruhe und London-Trubel

Ruhe fanden wir auf der Isle of Wight. Die Insel liegt vor den Toren von Southampton und Portsmouth. Mir war sie bisher nur vom Rockfestival bekannt, auf dem 1970 u. A. die Doors und Jimi Hendrix gespielt hatten. Mit Zug und Fähre kamen wir auf die Isle. Hier verbringen viele Engländer ihren Sommerurlaub. Das ist verständlich. neben einer abwechslungsreichen Gastronomie und einer Reihe von Shopping-Möglichkeiten findet man Strände zum Baden im kalten Ärmelkanal, allerlei Historisches (von Dinosaurier-Knochen bis zu Ruinen aus der Römerzeit) und Zoos (auch hier hätten wir wieder Eulen streicheln können). Wunderschön fand ich es in Freshwater, genauer in der Freshwater-Bay, noch genauer auf den grünen, steilen Hügeln an der Freshwater-Bay. Nur wenige Gehminuten bedurfte es, um keine Menschenstimme und kein Auto mehr zu hören. Der Duft satter Wiesen, von Pferdeäpfeln und salzigem Meer, dazu das Rauschen des frischen Windes, der immer mehr zunahm, je weiter wir bergauf kamen, das Piepsen kleiner Vögel, das Tapsen von Ziegen, die hier grasten. Den Rundumblick hat die bezaubernde Anna in einem kleinen Video festgehalten (Achtung: der Wind rauscht stark in den Lautsprechern):

Nach zwei entspannten Tagen auf der Isle of Wight, ging es zurück auf das Festland, das ja eigentlich auch nur eine Insel ist. Diesmal nahmen wir aber nicht die Fähre, sondern ein Luftkissenboot. Mit ihm rauscht man von der Isle of Wight nach Portsmouth.Mir kam es fast ein bisschen futuristisch vor, wie die Propeller sich drehten, es brummte und man das Gefühl hatte, über das Meer zu schweben. . Aber sehen Sie selbst:

Wir mussten nun langsam – ob wir wollten oder nicht – eine Strategie für die Rückfahrt gen Deutschland entwickeln. Nachdem wir erkennen mussten, dass ein Kurztrip auf die Channel-Islands aufgrund der begrenzten Zeit mehr Stress als Entspannung bedeutet hätte, entschieden wir uns für das krasse Gegenteil zu einer beschaulichen Insel: Wir fuhren nach London (man kommt in England an der Hauptstadt einfach nicht vorbei – und das ist auch gut so). Wir genossen den Trubel, den Pulsschlag des Westens und die Atmosphäre der Pubs. Mehr zufällig gerieten wir in den riesigen Bohei rund um die Wachwechsel vorm Buckingham Palace, ließen die Kapelle an uns vorüberziehen (Audio: Kapelle vorm Wachwechsel am 29.07.10), um dann im Hyde Park Eichhörnchen zu füttern. Und selbstredend durfte der obligatorische Camden-Bummel incl. T-Shirt- und Schmuckkauf nicht fehlen. Wenn man könnte, müsste man sich dort zweimal jährlich einkleiden, traumhaft) Mit solchen Ideen und weiteren Reisezielen für den nächsten England-Aufenthalt im Kopf stiegen wir nach acht Tagen Spontan-Urlaub wieder in den Eurostar-Zug. Goodbye England – wir kommen wieder!

Sehbehinderten-Sonntag: Eine Kirche ertasten

Kirche: Seheindruck mit Makula-Degeneration
Kirche: Seheindruck mit Makula-Degeneration (Bildnachweis: Shutterstock)

Der 6. Juni war Sehbehinderten-Sonntag. Bundesweit haben Blinden- und Sehbehindertenvereine und Kirchen auf die Lage von Menschen mit Sehbehinderung aufmerksam gemacht. In hamburg führten wir vom Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg (BSVH), der christliche Blindendienst und die Hauptkirche St. Petri einen Gottesdienst und im Anschluss eine Führung durch das Gotteshaus an der Mönckebergstraße durch. Während es bisher der Normallfall ist, dass der BSVH bei Museen oder Kirchen anfragt, ob eine spezielle Führung für eine unserer Gruppen ermöglicht werden kann, war es im Fall St. Petri andersherum. Das engagierte Team der Guides hatte sich an uns gewandt, weil es diese Führung anbieten wollte. Wir gaben in einem Vortreffen Tipps, und so konnten gestern rund 30 Besucher die ehrwürdige Kirche ertasten und erlauschen. Der evangelische Rundfunkdienst Nord hat hierzu einen Beitrag für die norddeutschen Privatsender produziert, den Sie als Godcast hier nachhören können.