Sebastian Fitzek im Interview: „Das Opfer meiner Vorstellungskraft“

Sebastian Fitzek stürmt mit seinem aktuellen Thriller „Der Augensammler“ die Bestseller-Listen. In einem Interview spricht der Berliner über das Thema Blindheit im Roman, über seine privaten Ängste, Kritik an seinem Schreibstil und über den Alltag als Schriftsteller. Online gibt es Infos und Links unter www.sebastianfitzek.de.

Sebastian Fitzek mit Hund
Sebastian Fitzek mit Hund

Heiko: In Deinem aktuellen Psychothriller „Der Augensammler“ jagt u. A. eine blinde Physiotherapeutin einen Entführer und Killer. Wie kam sie in Deinen Roman?

Sebastian: Ich bin selbst bei einer Physiotherapeutin in Behandlung, die sich auf Shiatsu behandelt hat. Wann immer ich von Frau Jungbluth dieser asiatischen Druckpunktmassage unterzogen werde, schließt sie ihre Behandlung mit einer seelischen Analyse. Sie ist der Meinung, dass jede körperliche Verspannung auch eine psychische Ursache hat, die oft bis weit in die Kindheit zurück reicht. Sie sagt mir also immer, was sie während der Behandlung aus meinem Körper „gelesen“ hätte. Eines Tages, mitten in der Massage, schoß mir ein Gedanke durch den Kopf: „Wenn Frau Jungbluth tatsächlich durch bloße Berührungen in meine Vergangenheit sehen kann – was wäre, wenn ich ein Serienmörder bin? Würde sie das fühlen?“ Und so war die Idee von Alina Gregoriev geboren – der blinden Physiotherapeutin, die behauptet, durch ihre Behandlung in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie den meistgesuchten Serienmörder Deutschlands berührt …

Heiko: Der Täter entführt Kinder, tötet sie. Den Leichen fehlt ein Auge. Du sprichst damit auf drastische Weise eine Urangst des Menschen an: die vor dem Verlust des Augenlichts. Wovor hast Du am meisten Angst?

Sebastian: Ich habe eher undefinierte Ängste, keine so konkreten, wie etwa mein Augenlicht zu verlieren. Ich bin eher in Alltagssituationen das Opfer meiner Vorstellungskraft. Wenn ich zum Beispiel durch eine schöne, ruhige Straße in einem Villenvorort fahre, die Sonne scheint, klarer Himmel, angenehme Musik im Autoradio – sofort überlege ich, was jetzt passieren könnte, um diese Idylle zu zerstören. Und dann springt vor meinem geistigen Auge ein Kind auf die Fahrbahn. In diesen Sekunden bekomme ich schreckliche Angst und meine Beifahrer wundern sich dann, weshalb ich unvermittelt auf die Bremse steige.

Heiko: In Artikeln über den „Augensammler“ stand häufig zu lesen, dass Dich Betroffene über den Alltag blinder Menschen beraten haben. Wie sah das genau aus?

Sebastian: Alles ging los, als ich Anfang 2009 getwittert habe, dass in meinem nächsten Thriller eine Blinde eine Hauptrolle spielen soll. Sofort meldeten sich viele Blinde und Sehbehinderte, die mir ihre Mithilfe anboten. Oft verbunden mit dem Hinweis: „Über uns wird so viel Mist geschrieben, bitte mach nicht die gleichen Fehler, wie alle anderen.“ Diese Warnung habe ich sehr ernst genommen und war von der Hilfsbereitschaft begeistert. Zuerst habe ich einen Fragebogen erstellt, den ich mit einigen Blinden durchging. (Die Antworten sind auf meiner Homepage http://www.sebastianfitzek.de im Bereich Bonusmaterial zum Augensammler zu finden.) Dann diskutierten wir stundenlang in Telefonchats über die Figur der Alina und Aspekte der Geschichte. Schließlich wurden die relevanten Kapitel von über 20 blinden bzw. sehbehinderten Testlesern probegehört. Durch ihr Feedback habe ich so viele faszinierende Details erfahren, die ich alle gar nicht in einem einzigen Roman unterbringen konnte.

Heiko: Auf Deiner Lesetour zum Buch konnte das Publikum in einem völlig lichtlosen Raum eine grausame Passage aus Deinem Thriller hören. Wie war die Reaktion der Leute, die dies Abenteuer eingegangen sind?

Sebastian: Unterschiedlich. Die Idee fand sehr großen Anklang, allerdings waren nur wenige mutig genug, tatsächlich in unsere rollende Dunkelkammer zu steigen. Einige haben es dann nicht bis zum Ende durchgehalten, das Erlebnis war offenbar doch zu beklemmend. Der Rest aber war durchgehend begeistert.

Heiko: Apropos dunkler Raum. Ausstellungen wie „Dialog im Dunkeln“ oder Restaurants wie die „Unsicht-Bar“ erfreuen sich großer Beliebtheit. Hast Du so eine Einrichtung schon einmal besucht, und wenn ja, wie war es für Dich?

Sebastian: Dialog im Dunkeln steht ganz oben auf meiner To-Do Liste, wenn ich das nächste mal in Hamburg bin. Ich war in Berlin in einem Dunkelrestaurant und empfand es als eine ganz außergewöhnliche und tolle Erfahrung. Das beginnt mit der Faszination über die Selbstverständlichkeit, mit der sich die blinden Kellner in dem Restaurant zurecht finden. Dann ist es für mich als sehenden eine unglaublich sinnliches Erlebnis zu spüren, wie sich andere Sinne verstärken, wenn man nicht mehr durch visuelle Reize abgelenkt wird. Noch nie habe ich Kartoffeln so intensiv geschmeckt wie in dieser vollständigen Dunkelheit.

Heiko: „Der Spiegel“ lobt zwar Deinen Sinn für Spannung und überraschende Wendungen, kritisiert aber hölzernen Stil und einen Mangel an sprachlicher Eleganz. Was hältst Du von solcher Kritik?

Sebastian: Ehrlich gesagt habe ich mich sehr über die Aufmerksamkeit gefreut, die mir vom Spiegel zuteil wurde, der mir ja immerhin eine ganze Seite widmete. Sie fanden es spannend, schreiben sogar das wäre mein „spektakulärster Knüller“. Und mein Stil wurde mit dem von John Grisham und Michael Crichton verglichen, zwei meiner Lieblingsautoren. Also wenn das kein Lob ist!

Heiko: Wie sieht ein typischer Fitzek-Tag aus, wenn Du an einem Roman schreibst?

Sebastian: Den gibt es zum Glück nicht. Jeder Tag ist anders. Manchmal stehe ich um 7.00 Uhr auf und setze mich noch in Unterwäsche vor den Laptop. Manchmal hab ich Termine, gebe Interviews und lenke mich mit Emails ab, bis ich dann endlich um 22.00 Uhr den ersten Satz schreibe. Meist aber versuche ich meinen inneren Schweinehund so früh wie möglich zu überwinden. Schreiben ist nämlich wie Joggen. Vor dem ersten Schritt hat man meistens keine Lust, aber wenn man erstmal angefangen hat, wird es immer besser.

Heiko: Neben der Literatur arbeitest Du immer noch als Redakteur beim Berliner Radiosender RTL 104.6. Kann man vom Verfassen spannender Bestseller nicht leben, oder brauchst Du einen Ausgleich zum Schreiben?

Sebastian: Ich kann zum Glück mittlerweile vom Schreiben leben, würde aber jedem Autor empfehlen, sich einen Anker in der Realität zu bewahren. Die verrückten Geschichten und die verhaltensauffälligen Menschen, die mich zu meinen Thrillern inspirieren, laufen ja nicht bei mir zu Hause durchs Wohnzimmer. Ich brauche ein Leben neben dem Schreiben, aus dem ich meine Geschichten schöpfen kann. Daher versuche ich mir meine Tätigkeit beim Radio so lange wie möglich zu erhalten.

Sebastian Fitzek: Der Augensammler, Droemer/Knaur, gebundene Ausgabe, 448 Seiten, 16,95 Euro; ungekürzte Lesung bei Audible.

Perspektiven (10): „Den Betroffenen eine Stimme geben“

Ann-Britt Petersen greift das Thema „Blinde Schönheit“ im Hamburger Abendblatt erneut auf. In ihrem Artikel kommt die Herausgeberin des Hörbuches, Heike Herrmann, zuwort:

„Mit Mitte dreißig stellte ich plötzlich fest, dass ich gar nichts mehr sah. Ich zog mich immer mehr zurück, benutzte nur noch drei mir bekannte Wege. Ich war wütend und traurig, dass ich nicht mehr einfach losgehen konnte. Trotzdem wollte ich auf keinen Fall den verhassten Langstock benutzen, der mich als Blinde, als behinderte Frau,outen würde“, so die studierte Religionswissenschaftlerin und psychotherapeutische Heilpraktikerin. Fast sechs Jahre dauerte dieser schmerzhafte Prozess, in dem sie sich ihr Blindwerden eingestehen musste. Schließlich rang sich die Frau mit den langen braunen Haaren zu einem Orientierungs- und Mobilisierungstraining durch, um die Nutzung des Langstockes zur lernen. Sie machte eine ungeahnte Erfahrung: „Der Stock verschaffte mir neue Freiheit, ich konnte mich wieder sicher und unabhängig bewegen“, so Heike Herrmann. Das stärkte ihre Selbstsicherheit und ließ sie auch über das Thema Schönheit nachdenken.

Frank Gutzeit verlor seine Sehfähigkeit durch Diabetes. Er fand Halt in seinem Engagement für Gleichbetroffene. Seinen Fall schildert Janina Darm in der Tageszeitung Welt:

Auf der Suche nach Hilfe zur Bewältigung seines Alltags wandte sich der in Unterlüß wohnende Niedersachse schließlich an den Blinden und Sehbehindertenverein in Hamburg. Hier nahm man ihn auf, kümmerte sich um die Sorgen und Nöte des 49-Jährigen. Heute ist Frank Gutzeit mehrmals im Monat in der Hansestadt, um die Treffen der Diabetiker-Gruppe „Süße Typen“ zu besuchen. Betroffene tauschen sich hier zum Beispiel über Produktentwicklungen für Sehbehinderte aus. „Die Gespräche helfen einem, mit der Situation klarzukommen“, sagt Gutzeit, der sich auch beim Deutschen Diabetikerbund engagiert. Seit Dezember fungiert er dort als Bundesbeauftragter für sehbehinderte und blinde Diabetiker. „27 Erkrankte erblinden täglich in Deutschland“, sagt Gutzeit, „da ist es wichtig, den Betroffenen eine Stimme zu geben.“ Frank Gutzeit hat aus seinen Erfahrungen gelernt. Gemerkt, dass man sich Gehör verschaffen muss, wenn man als sehbehinderter Mensch etwas erreichen will. „Wer nicht fragt, hat selber Schuld – das habe ich verstanden“, sagt Gutzeit. Für ihn ist sein soziales Engagement eine Kraftquelle, die ihm hilft, den Verlust der Sehkraft zu kompensieren.

Wie kann ich jetzt noch entspannt verreisen? Vor dieser Frage stehen viele Menschen, wenn ihr Augenlicht schwindet. Eva-Maria Mester hat für die Deutsche Presseagentur das AURA-Hotel Timmendorfer Strand besucht. Ihr Bericht über das Hotel voller Kontraste wurde bundesweit abgedruckt, so auch in den Ruhr-Nachrichten:

Sobald Arno Sorg aus Hamburg das «Aura»-Hotel betritt, klappt er seinen weißen Langstock zusammen. «Den brauche ich hier nicht», sagt er. Obwohl er seit zehn Jahren fast blind ist, bewegt er sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch das Haus. Seit sieben Jahren verbringt er mehrmals im Jahr seinen Urlaub in dem Hotel, das dem Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg gehört. «Hier ist alles auf die Bedürfnisse von Sehbehinderten ausgerichtet, von der Einrichtung der Zimmer bis zum Service im Restaurant. Für mich kommt kein anderes Ferienziel mehr infrage», sagt Sorg.

In „Perspektiven“ stelle ich lesenswerte Beiträge rund um Augenerkrankungen, Sehbehinderung und Blindheit vor. Viele weitere Linktipps erhalten Sie von mir via Twitter.

Blinde Passagiere: eine berauschende Seepremiere

Das wollte ich schon immer mal erleben: beim Umziehen – verschwitzt im Kreise der ebenso verschwitzten Ensemble-Kollegen – von der Kultursenatorin in der Umkleidekabine ein Lob für unseren Auftritt bekommen. Im Ernst: die Unterstützung und Anerkennung, die die Blinden Passagiere inzwischen von Kulturpolitik und zunehmend auch von den Medien erfahren, tun gut. Sie und der Applaus auf der ausverkauften MS Bleichen entschädigen für die teilweise nervenraubenden Proben, für das ständige Wiederholen ein und derselben Szene, das permanente Umordnen von Abläufen in letzter Minute, für die Proben-Abende, die für mich keine Feierabende waren. Wenn aber die Aufführung beginnt, ich höre, dass die Lacher der Zuschauer immer lauter werden, der Szenenapplaus immer häufiger und langanhaltender wird, wenn die Energie durchs Ensemble fließt, alle noch eine Schippe drauf legen, spielerische Gags hinzukommen, dann ist das berauschend.

Ein Musical mit Schlagern der 50er Jahre, das auf einem alten Frachter spielt, im umgebauten Frachtraum des 50er-Jahre-Schiffs MS Bleichen zu spielen, ist schon ganz besonders. Und als wir gestern zusammen mit dem Publikum auf einer Barkasse zurück Richtung Landungsbrücken fuhren, der Schiffsmotor brummte, es leicht schaukelte, der Abendwind um unsere Nasen wehte und Hamburgs Hafen um uns herum leuchtete, da war bei uns nur ungläubiges Staunen: Über die Lautsprecher erklang unsere frisch fertiggestellte CD. Konnte es einen schöneren Ort und einen passenderen Zeitpunkt geben, diese erstmals zu hören?

Sie können „Blinde Passagiere“ heute um 19:30 Uhr und Samstag und Sonntag um 17:30 Uhr auf der MS Bleichen erleben. Dort können Sie auch das Album erwerben. Von jeder verkauften CD gehen zwei Euro als Spende an den Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg.

Blind in einer visuellen Welt: Mut zur Schönheit

Menschen möchten einander gefallen. Sie verwenden viel Zeit damit, an ihrer Schönheit zu feilen: Haare stylen, schminken, passende Kleidung auswählen. Welchen Stellenwert hat Schönheit, wenn man erblindet oder blind ist? Die psychotherapeutische Heilpraktikerin Heike Herrmann hat sich dieser Frage gewidmet. In der Einleitung zu dem von ihr herausgegebenen Band „Blinde Schönheit“ schreibt sie:

Ich habe es innerhalb meiner persönlichen Auseinandersetzung mit meiner fortschreitenden Sehbehinderung und der langen Beschäftigung mit der Thematik der Benutzung des weißen Langstockes erlebt und mit vielen Betroffenen in Briefen, Mails und Telefonaten sowie in Gesprächen mitdurchlebt, wie tiefgreifend es eine Frau in ihrer persönlichen Identifizierung als Frau, als attraktive Frau, was immer dies für die Einzelne bedeuten mag, berührt, auseinander nimmt, durchwirbelt, wenn sie an der Stelle steht, sich als hochgradig sehbehinderte Frau mit dieser Behinderung outen zu müssen. Das Gefühl, dann keine anziehende, schöne Frau mehr zu sein, hindert sehr viele Frauen daran, diesen Schritt des Outens, des selbstständig und eigenständig lebens als Frau mit einer Behinderung zu gehen. Sie verzichten darauf, dieses doch geniale Hilfsmittel, den Langstock zu benutzen, der ja blinde Menschen erst in die Lage versetzt, ein völlig eigenständiges, mobiles und souveränes Leben zu führen und machen sich abhängig von Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn, die Besorgungen für sie oder zusammen mit ihnen erledigen. Allein um diesen Schritt des Outens nicht gehen und sich als blinde Frau nicht zeigen zu müssen. Für diese Frauen und all diejenigen, die von Kindheit an sehbehindert sind und durch ihre Familie und Schule das Gefühl vermittelt bekamen, Behinderung und Schönheit, Attraktivität, weibliche Strahlkraft, Erotik passen nicht zusammen und sollen eigentlich auch nicht zusammen passen, habe ich die Idee zu dem Thema „Mut zur Schönheit“ entwickelt.

Aus dieser Idee entstand das Buch „Blinde Schönheit“. In der vergangenen Woche war Herrmann zugast in der Flussschifferkirche. Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg hatte sie zu einer Lesung mit anschließender Diskussion in das schwimmende Gotteshaus in der Hafencity eingeladen. Neben ihr waren zwei weitere Autorinnen von „Blinde Schönheit“ dabei: Heidrun Köllner und Ruth Wunsch. Letztere greift in ihrem Blog eine Meinung auf, die sie mit Heike Herrmann teile:

Zum Beispiel sind wir beide der Überzeugung, dass ein blinder Partner unser Leben vereinfacht. Einem Sehenden mag das paradox vorkommen. Ist es nicht viel leichter, wenn wenigstens einer der beiden Partner sehen kann? Vordergründig vielleicht. In Wirklichkeit ist es anstrengender, denn die blinde Frau fühlt sich unter ständiger Beobachtung. Mache ich auch alles richtig? Was denkt er jetzt wieder von mir? Wie schaut er mich an? Mit einem blinden Partner hingegen lebt man in einer Art Schonraum.

Ich stimme längst nicht in allen Punkten mit den Meinungen in „Blinde Schönheit“ überein. Es sind bewusst subjektive Texte. Aber gerade diese Subjektivität, die Authentizität macht die Erfahrungsberichte, Prosa und Lyrik in dem Hörbuch lesenswert und anregend. Und das gilt nicht nur für betroffene Zuhörer. Nichtbehinderte Menschen bringt manch ein Text gewiss ebenfalls zum Nachdenken, über den Schönheitsbegriff in einer visuellen Gesellschaft, in der Schönheit und Behinderung immer noch viel zu häufig unvereinbar erscheinen.

Text- und Hörproben finden Sie auf der Homepage von Heike Herrmann.

„BLINDE-SCHÖNHEIT“ – AUTHENTISCHE TEXTE UND FOTOS VON BLINDEN FRAUEN, Kaufhörbuch Daisy (16,95€) und Audio Version (19,95€), Eigenverlag Heike Herrmann & Ulrich Hofstetter (Hrsg.), Marburg an der Lahn 2009, ISBN 978-3-00-028653-7