Fehmarn: Da fehlt nichts

Schon im Zug höre ich das Schreien der Möwen, eigentlich kein schöner Gesang, und doch ist es in mir mit Urlaub, Ruhe und Glück verknüpft. Die bezaubernde Anna und ich sind auf Fehmarn. Für mich ist es eine Premiere. Die Sonneninsel macht ihrem Namen alle Ehre. Nur einmal geraten wir in zwei Tagen in einen Schauer. Und selbst ein kleiner Schauer stört nicht wirklich, wenn man dabei durch den Sand stapft und neben einem die Wellen an den Strand schlagen.

„Wie reisen Blinde?“, fragte mich jüngst eine Journalistin.

Wie jeder andere Mensch auch, nur dass meine Eindrücke teils andere sind. Mein Eindruck von einem Reiseziel ist – wie all meine Eindrücke – ein akustischer, ein gefühlter, ein duftender.

„Da fehlt doch das Wichtigste“, werden jetzt vielleicht einige sehende Leser denken.

Dazu kann ich nur sagen: Fehmarns Strand duftet gleichzeitig nach Meer und grüner Weide, die Wellen kühlen meine Füße, der Sand ist mal mit glatten und kleinen, mal mit großen und rauhen Steinen durchzogen, mal mit Muscheln, die beim Auftreten knirschen. Wir liegen im Sand. Die Sonne scheint auf uns. Der Wind weht über unsere Gesichter. Menschen lachen. Schafe blöken. Möwen und Krähen rufen ihre markanten Schreie. In der Ferne hören wir einen Kuckuck. Hunde stapfen durch den Sand. Die Wellen rauschen gleichmäßig und sanft. Anna und ich erzählen uns, was wir hören. Ich vermisse nichts.

Selbsthilfe 2.0

„Wie sind Sie auf uns aufmerksam geworden?“ Diese Frage stellen wir den neuen Mitgliedern des Blinden- und Sehbehindertenvereins. Häufig lautet die Antwort:
„Über das Internet.“ Meist haben Angehörige online nach Hilfe-Angeboten gesucht, die der Großmutter mit Diabetes oder dem Vater mit grünem Star das Leben
erleichtern. Bei Google wird nach Lupen, nach Informationen über Augen-Erkrankungen oder Beratungsangeboten gesucht. Die gemeinnützigen und unabhängigen
Selbsthilfe-Organisationen sollten daher anstreben, im Suchmaschinen-Ranking vor kommerziellen Anbietern aufzutauchen. Der wichtigste Schlüssel hierzu ist informativer Content.

Meinen kompletten Artikel zur Selbsthilfe 2.0 finden Sie bei den Blogpiloten.

Mini-CeBit 2009: die Highlights

Die Mini-CeBit 2009 geht ihrem ende entgegen. Über 20 Hilfsmittel-Aussteller stellten an zwei Tagen elektronische Produkte vor, die sehbehinderten und blinden Menschen den Alltag erleichtern. Alle wissenswerten Infos zur Messe im Louis-Braille-Center bietet – manchmal ist die Medien-Landschaft erstaunlich – der österreichische Standard auf seiner Homepage.

Blogs als Chance

„Gehst Du ins Kino?“, fragten meine Mitschüler. In der Uni hieß es: „Kannst Du die Referatstexte lesen?“ Und heute im Beruf: „Kann ich Ihnen E-Mails schicken?“ Fragen beantworten ist für blinde Menschen Alltag. Und häufig sind die Fragen Auftakt zu einem spannenden Erfahrungsaustausch. Für mich als PR-Fachmann sind Dialog und Schreiben alltäglich. Warum nicht das Medium Blog nutzen, um bemerkenswerte Ereignisse aus meinem Beruf und meiner Freizeit zu berichten?

Den vollständigen artikel finden Sie bei den Blogpiloten.